Wieso und warum entwickelte ich überhaupt ein eigenes Kochsystem?

Der Weg zum friendstove® …

Seit meiner jüngsten Kindheit bin ich gerne draußen unterwegs gewesen. Die schönen Kanutouren mit meinen Geschwistern sind mir dabei besonders in Erinnerung geblieben. Mit zunehmendem Alter wuchs der Freiheitsdrang und so kamen immer mehr Solotouren in Form von Rad- und Treckingtouren hinzu. Mit 16 kam ich dann zum „Elebnisfaktor“ Bushcraft. Von Anfang an begeisterte ich mich für, hochwertiges, langlebiges Equipment, welches die schönste Zeit draußen mit dir teilt. Besonders faszinierte mich hierbei das „Prinzip“ Hobokocher.


Im Sommer 2014 bin ich nach meinem Abitur von Berlin bis zum Bodensee gelaufen. Um auf dieser Tour nicht ständig Brennstoff für meinen Kocher auftreiben zu müssen, habe ich mir zuvor einen viel beworbenen Hobokocher besorgt. Das Kochen mit dem Kocher stellte sich für mich jedoch als einzige Pleite dar. Selbst mit trockenem Holz qualmte es ständig und ich konnte ewig auf mein Essen warten...

 

Ich wollte es jetzt selber besser machen !


Test vom 1. Prototypen in Schweden 2015
Test vom 1. Prototypen in Schweden 2015

 

Im Alter von 18 Jahren verfolgte ich mein persönliches Ziel, einen Hobokocher mit hoher Heizleistung, flexiblen Einsatzmöglichkeiten und solider Konstruktion zu entwickeln. Ich suchte mir einen Metallbaubetrieb, der mir bei der Umsetzung helfen konnte und wurde fündig. Für einen ausführlichen Test des ersten Prototypen ging es im Sommer 2015 für 2 Monate nach Schweden. Jeden Tag wurde Trinkwasser abgekocht und auf dem Kocher die Mahlzeiten zubereitet. Mit der enormen Heizleistung und der sehr robusten Konstruktion überzeugte der Kocher auch unterwegs getroffene Wanderer.

Modellbau für den 2. Prototypen (rollbare Konstruktion)
Modellbau für den 2. Prototypen (rollbare Konstruktion)

 

 

Doch gerade bezüglich des hohen Gewichtes und des großen Packmaßes waren noch Optimierungsmöglichkeiten erkennbar. Diese Erkenntnisse und Erfahrungen ließ ich in die Entwicklung des zweiten Prototypen einfließen. Statt eines großen starren zylinderförmigen Brennraums, in dem beim Transport der Kochtopf verstaut wird, entschied ich mich für die umgekehrte Lösung, bei der die Mantelfläche des Kochers zusammengerollt im Kochtopf Platz findet.

Test vom 2. Prototyp an der Müritz (hier im Trangiabetrieb)
Test vom 2. Prototyp an der Müritz (hier im Trangiabetrieb)

 

 

Jetzt waren Packmaß und Gewicht halbiert und die Heizleistung passte besser zum Topfvolumen. Auf zwei Testtouren an Müritz und Elbe bestätigte der „Reform-Kocher“ seine Daseinsberechtigung. Mit einem dritten Prototypen wollte ich noch den Verschlussmechanismus etwas leichtgängiger gestalten sowie kleine Optimierungen bzgl. des Designs vom friendstove® umsetzen. Bei späteren Prototypen wurden dann nur noch letzte Oberflächen- und Kantenbearbeitungsschritte optimiert.

Die Produktentwicklung war bis auf kleine fortlaufende Anpassungen abgeschlossen. Also ging es auf die Suche nach geeigneten Berliner Produzenten für den Kocher selbst, den Transportbeutel, Verpackung und co. Und dann kam natürlich noch der bürokratische Kram.

 

Jetzt sind über drei Jahre vergangen und ich freue mich darauf, dass der friendstove® endlich in die Rucksäcke von abenteuerlustigen Menschen wandert und auf Tour für warme Mahlzeiten mit der Extraportion an Abenteuerfeeling sorgt.

 

 


In diesem Sinne.
Alles Gute


Klemens Nowak

Gründer von friendstuff